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Dienstag, 7. September 2010  zurück Seite weiterempfehlen Druckversion

''Peanuts für die UNO''

Am 25. Mai 2009 hat Professor Klaus Hüfner im Rahmen der Mittagsgespräche "Globale Politik" der Deutschen Gesellschaft für Vereinte Nationen (DGVN) Daten und Analyse-Ergebnisse aus seinem Buch "Peanuts für die UNO - Das deutsche Finanzengagement seit 1960" vorgestellt.

Als Mitglied im Unterausschuss "Vereinte Nationen" begleitet mich Deutschlands Engagement in den Vereinten Nationen kontinuierlich. So viele Probleme es im Rahmen der Vereinten Nationen auch gibt, so waren, sind und bleiben die Vereinten Nationen dennoch ein unverzichtbarer Bestandteil unserer internationalen Gemeinschaft. Und die UNO kann ihre wichtigen Aufgaben natürlich nur dann erledigen, wenn sie dazu auch personell und finanziell ausreichend ausgestattet ist. Deshalb habe ich gern die Kommentierung von Prof. Hüfners Buch übernommen.

Wir alle wissen, dass viel Geld in die UNO fließt, auch von deutscher Seite. Was wir jedoch bis zum Erscheinen des Buches von Professor Hüfner nicht wussten, ist, wie viel genau Deutschland zahlt. Das Ergebnis, das Professor Hüfner in seinem Buch präsentiert, symbolisiert mehr als alle Worte die aktuellen Probleme der Vereinten Nationen. Mit den Vereinten Nationen ist ein Koloss entstanden, den kaum noch einer überblickt. Die Vereinten Nationen, das sind ja nicht nur die Generalversammlung und der Sicherheitsrat, sondern auch die vielen Unter- und Sonderorganisationen. Letztere fangen an bei dem UNHCR, also dem Flüchtlingshilfswerk, und reichen über das UNICEF, das Kinderhilfswerk, bis hin zum UNEP, also dem VN-Umweltprogramm. Sie alle leisten großartige Arbeit.

Andererseits ist eine gute Kontrolle innerhalb der VN wichtig, damit die vielen verschiedenen Organisationen kein unkontrolliertes Eigenwesen entfalten. Ich erinnere in dieser Hinsicht an den Skandal um das Oil-for-Food-Programm, der dem Ruf der UNO sehr geschadet hat. Auch die Vereinten Nationen sind nicht vor Korruption und Missbrauch gefeit. Umso wichtiger ist, dass scharf kontrolliert wird, wofür welches Geld ausgegeben wird. Deutschland ist einer der größten Beitragszahler. Das ist gut und richtig, aber wir müssen auch genau darauf schauen, dass unser Geld auch für die richtigen Dinge eingesetzt wird und nicht irgendwo im Nirvana verschwindet.

Den Bericht der DGVN e.V. über die Veranstaltung finden Sie hier.

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