Harald Leibrecht - Ihr Bundestagsabgeordneter für Neckar Zaber

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14.02.2008

Führungsriege bei UNICEF muss vollständig ausgewechselt werden

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Zu den aktuellen Entwicklungen bei UNICEF Deutschland äußert sich der FDP-Bundestagsabgeordnete Harald Leibrecht, Sprecher für die Angelegenheiten der Vereinten Nationen für die FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag, wie folgt:

Ich bin tief betroffen und besorgt über den Skandal bei UNICEF-Deutschland. Um einen weiteren Imageschaden abzuwenden, gilt es nun, dass UNICEF alle Fakten auf den Tisch legt und für lückenlose Aufklärung sorgt. Mit dem personellen Wechsel an der Spitze der Geschäftsführung wurde ein erster wichtiger Schritt getan. Doch wie der Bericht einer namhaften Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zeigt, müssen weitere folgen. Um verlorenes Vertrauen bei den vielen Spendern wieder zu gewinnen, muss UNICEF Deutschland sich völlig neu aufstellen und für transparente Management- und Finanzstrukturen sorgen. Gerade in Deutschland ist die Spendenbereitschaft in der Bevölkerung besonders groß. Der Skandal ist in einer Größenordnung, die Zweifel daran wecken, dass nur ein einzelner Geschäftsführer darüber Bescheid wusste. Darum fordere ich UNICEF auf, die komplette Führungsmannschaft bei UNICEF-Deutschland auszuwechseln. UNICEF-International bemüht sich um schnelle Aufklärung. Das ist auch nötig. Schon heute kommen Anfragen aus der ganzen Welt, die wissen möchten, was bei UNICEF-Deutschland los ist. Somit dreht dieser Skandal inzwischen weltweite Kreise.
Es muss deutlich ersichtlich sein, was mit den Spendengeldern genau passiert, wie viel davon in der Verwaltung verwendet wird und wie viel letztendlich bei den hilfsbedürftigen Kindern ankommt. Wenn sich jetzt, wie zu befürchten ist, viele Spender von UNICEF abwenden, wird dies wichtige Kinderhilfsprojekte gefährden. Nur wenn die Spender die Sicherheit haben, dass ihre Spende auch bei den Kindern ankommt, werden sie zu weiteren Hilfen bereit sein.


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