08.11.2006
Deutsche Unternehmen schützen - Chinesische Produktpiraterie konsequent bekämpfen
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Zu den erneuten Vorwürfen der EU und der USA gegenüber China bezüglich chinesischer Produktpiraterie, kommentiert Harald Leibrecht, Mitglied im Auswärtigen Ausschuss:Produktpiraterie, fehlender Schutz geistigen Eigentums und mangelnde Rechtsstaatlichkeit sind mittlerweile zu einem massiven Problem für ausländische Unternehmen auf dem chinesischen Markt geworden. Obwohl China seit fünf Jahren Mitglied der Welthandelsorganisation ist, sehen sich europäische Investoren offener und verdeckter Informationsgewinnung durch chinesische Firmen, Journalisten, Praktikanten oder Wissenschaftlern ausgeliefert. Sogar von staatlicher Seite wird Produktspionage betrieben und unterstützt.
Es ist höchste Zeit, dass Deutschland und die EU ihren Unternehmen in dieser Problematik zur Seite stehen, denn sonst bedeutet gerade für klein- und mittelständische Unternehmen das große China-Geschäft das große China-Desaster!
Die Bundesregierung muss in ihren Kontakten mit der chinesischen Führung und innerhalb der WTO das Thema der Produktspionage prioritär behandeln! China ist verpflichtet seine Gesetze umzusetzen – ansonsten muss die WTO über entsprechende Maßnahmen nachdenken! Die von mir initiierte parlamentarische Anfrage zu dem Thema ist diese Woche in der FDP-Fraktion verabschiedet worden. Denn es kann nicht sein, dass durch chinesische Plagiate deutschen Unternehmen jährlich rund 25 Milliarden Euro verloren gehen!