15.05.2009
Verhaftung Aung San Suu Kyis ist Zynismus pur
zum Herunterladen: 551-Leibrecht-Verhaftung_burmesische_Friedensnobelpreistraegerin.pdf (120,87 KB)
Zu der Verhaftung der burmesischen Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi erklärt der Südostasien-Experte und Sprecher für Angelegenheiten der Vereinten Nationen der FDP-Fraktion, Harald Leibrecht, Mitglied im Auswärtigen Ausschuss:Die Meldungen über die Verhaftung von Aung San Suu Kyi sind wieder einmal ernüchternde Nachrichten aus Burma. Das Verhalten der Militärjunta ist für mich „Zynismus pur“. Die Friedensnobelpreisträgerin steht seit Jahren unter Hausarrest und wurde nun verhaftet, weil sie gegen die Auflagen ihres Hausarrests verstoßen haben soll. Vor wenigen Tagen war ein amerikanischer Staatsbürger durch einen See zu ihrem von den Militärs abgeriegelten Haus geschwommen. Dies als Grundlage für eine Verletzung ihres Hausarrests und für eine mindestens dreijährige Haftstrafe zu nehmen ist skandalös.
Vor gut einem Jahr habe ich mich skeptisch bezüglich der von der Militärregierung damals angekündigten Reformen geäußert. Von ernsthaften Reformbestrebungen kann seitdem wahrlich keine Rede sein. Und die Verhaftung der Oppositionsführerin unter fadenscheinigen Begründungen zeigt einmal mehr, dass es den Machthabern in Naypyidaw einzig und allein um ihren Machterhalt geht und welch große Angst sie vor der Persönlichkeit Aung San Suu Kyi und vor demokratischen Reformen haben.