Ost- und Südostasien
Ost und Südostasien sind zwei zusammengehörende Regionen, deren Bedeutung für Deutschland und Europa in den letzten Jahren immer mehr zugenommen hat. Mit der Volksrepublik China ist das Land mit der beeindruckensten Entwicklung in den letzten 30 Jahren Teil dieser Regionen. China hat gegenwärtig den wohl größten Einfluss in Ost- und Südostasien und betreibt seine regionale Integrationspolitk mit der Maxime ein stabiles nachbarschaftliches Umfeld für die eigenen inneren Reformen zu schaffen. Bereits vor acht Jahren hat China den Mitgliedern der Association of South East Asian Nationns (ASEAN) eine gemeinsame Freihandelszone vorgeschlagen.

Flagge der ASEAN Sie soll im Jahre 2010 in Kraft treten und wird neben den offensichtlchen wirtschaftlichen Vorteilen, die sich aus der Komplementarität der Volkswirtschaften der VR China und der Länder der südostasiatischen Region ergeben, auch zum Ziel haben die Ängste der kleineren Länder der Region vor der Bedrohung durch den chinesischen Drachen abzubauen.
Das chinesische Verhältnis zu Japan gestaltet sich dagegen ungleich schwieriger. Waren sie vor wenigen Jahren nicht zuletzt wegen der wiederholten Besuche des Yasukuni-Schreins durch den ehemaligen japanischen Ministerpräsidenten Koizumi auf dem Tiefpunkt, wurde im Frühjahr 2008 bei bilateralen Gesprächen vereinbart, die Beziehungen voranzubringen und zu vertiefen.
Sowohl China als auch Japan, Südkorea und die ASEAN Staaten sind Teil des Asia Europe Meetings (ASEM), bei dem in regelmäßigen Abständen die Staatsches der Europäischen Union und der genannten asiatischen Länder zu Gesprächen zusammenkommen. ASEM bildet somit eine wichtiges regelmäiges informelles Dialogforum zwischen Asien und Europa.
Der nächste ASEM Gipfel findet vom 24.-25. Oktober 2008 in Peking statt und wird sich in erster Linie mit dem Thema "Vison and Action: Towards a Win-Win Situation" im politischen, wirtschaftlichen und sozio-kulturellen Verhältnis der beiden Regionen auseinandersetzen.



